Toll sind auch stets unsere Veranstaltungen - wenn sie stattfinden können. Leider ist das im Moment nicht möglich. Unsere Geduld wird auf eine harte Probe gestellt. Wir legen euch die "Mutmacher" des Landesverbandes ans Herz - das ist dreimal wöchentlich eine kurze Geschichte, Hinweis auf einen besonderen Tag, aktuelles Ereignis, tolle Frauen - jedesmal eine kleine Inspiration und ErMUTigung für den Tag unter www.landrauen-bw.de

Und traut euch auch mal, eines der online-Angebote zu nutzen!

Wir wünschen allen einen schönen Frühlingsanfang und frohe Ostern

 


Pressemitteilung des LandFrauenverbandes Württemberg-Baden zum Internationalen Frauentag

Sind Frauen die Verliererinnen in der Corona-Krise?
„Frauen machen derzeit eine Rolle rückwärts in der Geschlechtergerechtigkeit. Im Spagat zwischen Familie und Beruf arbeiten sie seit Wochen zunehmend an ihrer Belastungsgrenze. Sie brauchen dringend Entlastung“, betont Marie-Luise Linckh, Präsidentin des LandFrauenverbandes Württemberg-Baden, zum Internationalen Frauentag. Seit über einem Jahr sind Frauen in der Familie durch „Home-Schooling“ und / oder Betreuung von Pflegebedürftigen und im Beruf durch „Home-Office“ oder in sys-temrelevanten Berufen besonders gefordert. Bisher erbrachten Frauen im Alter zwi-schen 18 und 64 Jahren 2,4-mal so viel Zeit für unbezahlte Fürsorgearbeit und das 1,5-fache für Hausarbeit wie Männer dieser Altersgruppe. Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern werden in der derzeitigen Krisenzeit massiv verstärkt. Denn in der Regel sind es die Frauen, die zurückstecken. Sie leisten überwiegend die Familienar-beit und reduzieren ihren Beschäftigungsumfang. Wie können die Frauen entlastet und gestärkt werden?
Gesundheitlicher Schutz und Stärkung
Die Zerrissenheit der Mütter führt zu Erschöpfungssyndromen, Depressionen und Burnout. Die Frauen stehen vor kaum zu bewältigenden Herausforderungen. In Familien mit Kindern müssen diese wegen der Schließung von Kitas und Schulen tagsüber betreut, versorgt und unterrichtet werden. Gleichzeitig soll der Job im „Home-Office“ oder vor Ort am Arbeitsplatz erledigt und auch die Hausarbeit bewältigt werden. Die Sorge um Schließungen führt zu Unsicherheiten, damit erhöht sich der Druck, die Er-wartungen gegenüber dem Arbeitgeber nicht zu erfüllen. Der LandFrauenverband Württemberg-Baden e.V. fordert verlässliche Betreuungsangebote, Flexibilität durch die Arbeitgeber und ruft Väter zu mehr Unterstützung auf. Zudem ist der massive Ausbau von Schnelltestangeboten dringend notwendig. Eine verlässliche Betreuung wäh-rend der Pandemie ist notwendig, um die psychische sowie physische Belastung und auch Existenznöte zu reduzieren. Mütter sollten zu Mutter-Kind-Kuren ermutigt werden, um sie für den Alltag zu stärken. Durch digitale Weiterbildungsangebote hat der LandFrauenverband über sein Bildungs- und Sozialwerk seit dem Frühsommer 2020 annähernd 600 Frauen in ihrer Resilienz und in Erziehungsfragen gestärkt.
Ökonomische Sicherheit
Durch die Corona-Krise wird die traditionelle Rollenverteilung zementiert. Viele Frauen sind durch die zusätzliche Aufgabenlast unbezahlter Arbeit nicht mehr in der Lage, in vollem Umfang ihrer bezahlten Arbeit nachzukommen, was unmittelbar und langfristig erhebliche ökonomische Konsequenzen haben wird.
Die ökonomischen Folgen der Krise werden noch länger spürbar sein und wirken sich sowohl auf die Beschäftigungsverhältnisse von Frauen als auch auf ihre rentenrechtli-che Absicherung aus. Die bestehende Lohnlücke zwischen den Geschlechtern wird sich durch die Corona-Krise weiter vergrößern. Vielfach arbeiten Frauen in Minijobs / Teilzeitarbeit im informellen Sektor (Einzelhandel, Gastronomie, Pflege) oder in der Schattenwirtschaft, um unter anderem die Sorgearbeit in der Familie zu leisten. Häufig sind sie nicht krankenversichert und können einen Verdienstausfall nicht abfedern. Die Entschädigungszahlungen selbst sind bei 67 Prozent des Nettolohns gedeckelt. Fami-lien mit kleinen Einkommen kommen damit unmöglich über die Runden. Vor allem Alleinerziehende sind hier vor große Herausforderungen gestellt und leiden unter der Si-tuation. Finanzielle Ausgleichszahlungen für Frauen und Alleinerziehende in prekären Beschäftigungsverhältnissen müssen gewährleistet sein.
Schutz vor häuslicher Gewalt
Existentielle Sorgen, Quarantäne und die Einschränkung der Bewegungsfreiheit führen zu einem deutlichen Anstieg von häuslicher Gewalt. Durch die Maßnahmen wie Kontaktbeschränkung, „Home-Office“ und Kita- und Schulschließungen fallen die Verletzungen von Betroffenen niemandem auf. Die Leidtragenden sind in den meisten Fällen Frauen und Kinder. Zudem sind die ökonomischen Folgen, die besonders Frauen betreffen, drastisch und die Abhängigkeit vom Partner verstärkt sich. Aus den genannten Gründen ist es zwingend notwendig, die Arbeit von Beratungsstellen und Frauenhäusern in und vor allem nach der Krise, bedarfsgerecht auszubauen und dauerhaft sicherzustellen. Die Kontrolle muss zum Schutz der Frauen und Kinder im häuslichen Bereich gewährleistet sein.
Stuttgart, 5. März 2021


Zur Überbrückung der Zeit zuhause weisen wir auf die "Mutmacher" auf der Website des Landesverbandes hin: Jeden Dienstag, Freitag und Sonntag könnt ihr euch dort neue Impulse, Anregungen, Denkanstöße holen - schaut mal rein     www.landfrauen-bw.de


LandFrauen fordern: Geburtshilfe. Im ländlichen Raum. Jetzt!

Im ländlichen Raum schließen immer mehr Geburtsstationen ohne alternatives Angebot. Gab es im Jahr 2000 noch 1.142 Fachabteilungen für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, waren es 2018 nur noch 778. Die Zahlen bestätigen, dass eine gut erreichbare Geburtshilfe im ländlichen Raum nicht mehr gewährleistet ist – eine Entwicklung, die wir LandFrauen nicht länger akzeptieren können. Wir nehmen die politisch Verantwortlichen in die Pflicht, eine wohnortnahe Geburtshilfe im ländlichen Raum sicherzustellen! Für uns LandFrauen ist klar: Nur dort, wo eine geburtsmedizinische Versorgung und Hebammenbetreuung sichergestellt ist, fühlen sich Frauen gut aufgehoben.

Wir LandFrauen fordern Bundesminister Jens Spahn und die Gesundheitsministerkonferenz auf, sich für eine wohnortnahe Geburtshilfe stark zu machen und erinnern dabei ausdrücklich an den von SPD und CDU/CSU unterzeichneten Koalitionsvertrag von 2018. Folgende Vereinbarung wurde hier getroffen: „Zu einer flächendeckenden Gesundheitsversorgung gehören für uns neben einer gut erreichbaren ärztlichen Versorgung auch eine wohnortnahe Geburtshilfe [und] Hebammen.“

 

Der Deutsche LandFrauenverband fordert konkret:

  • Das Schließen von Geburtsstationen und Kreißsälen stoppen!
  • Die Ansiedlung von Hebammen in Kooperation mit Gynäkologinnen und Gynäkologen aktiv fördern und durch Etablierung medizinischer Versorgungszentren sicherstellen!
  • Geburtshilfe politisch zum Thema machen und bei der Gesundheitsministerkonferenz der Länder fest verankern!

Unterstützen Sie uns mit Ihrer Unterschrift und setzen Sie gemeinsam mit den LandFrauen ein klares Zeichen!

Und noch ein Hinweis: Geburtshilfe betrifft ja nicht nur Schwangere, sondern auch werdende Väter, deshalb: Auch Männer dürfen gern ihre Unterschrift leisten!

 

Möglichkeit 1: Unterschreiben Sie die Online-Petition

Unterstützen Sie uns mit Ihrer Unterschrift und unterzeichnen Sie hier unsere Unterschriftenaktion.

Hier geht's zur Unterschriftenaktion

 

Möglichkeit 2: Unterschreiben Sie auf der Unterschriftenliste

Gerne können Sie auch die von uns bereitgestellte Unterschriftenliste nutzen, um Menschen aus Ihrer Region zu mobilisieren, mit ihrer Unterschrift ein klares Zeichen zu setzen.

Bitte senden Sie die ausgefüllte Liste bis zum 15. April 2021 direkt an:

Deutscher LandFrauenverband e.V.        Claire-Waldoff-Straße 7       10117 Berlin 

Download
2020_Unterschriftenliste_Geburtshilfe im
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Neues Leitthema für 2020-2023

"Grenzen-los digital!?“ ist neues Leitthema des LandFrauenverbands Württemberg-Baden e.V.

Unter diesem Motto wollen sich die LandFrauen in den kommenden Jahren einmischen in die Diskussionen zu den gesellschaftlichen Umbrüchen der Digitalisierung. „Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass Digitalisierung unser Leben bereichert – trotz mancher Gefahren und Schwierigkeiten, die sie mit sich bringt“, gab Marie-Luise Linckh, Präsidentin des LandFrauenverbands Württemberg-Baden e.V., den LandFrauen beim diesjährigen Verbandstag in Heilbronn mit auf den Weg. Erstmalig wurde außerdem der Erklärfilm „Starke Frauen … mit einer Schwäche fürs Land“ der Öffentlichkeit präsentiert: Er erklärt, in welchen Bereichen der Verband sich für Frauen auf dem Land stark macht. 


Die LandFrauen sind die größte Frauenorganisation in Deutschland. Darin engagieren sich Frauen unterschiedlichster Interessen, Altersgruppen, Berufe und Interessen, sie sind überparteilich und überkonfessionell.

 

Kompetent

Aufgeschlossen

Repräsentativ

Lebendig

Selbstbewußt

Realitätsbezogen

Unterhaltend

Heiter

Engagiert


 

Zusammenkommen ist der Anfang

Gemeinschaft ist das Ziel

 

Herzlich Willkommen

beim KreisLandFrauenverband Karlsruhe

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  „Die Vereine werden das sein, was wir selbst aus ihnen machen

und je mehr sich lebendig beteiligen,

 desto fruchtbarer wird es für alle sein.“

 Marie-Luise Gräfin Leutrum von Ertingen

 Sie gründete am 30. April 1947 den LandFrauenverband Württemberg-Baden